Insidertipps in Köln aufzuspüren könnte definitiv schwieriger sein. Die Stadt ist quasi voll damit. Um dir da einen Überblick zu verschaffen, habe ich dir hier meine liebsten Orte in Köln zusammengestellt. Neben ausführlichen Texten mit viel Info findest Du hier auch ganz persönliche Erfahrungen und Tipps, wie Du dein Wochenende in Köln optimal planen kannst. Außerdem findest Du hier ein paar Orte, die Du meines Erachtens von deiner Liste streichen kannst.  Ganz am Ende des Artikels verrate ich dir zudem, was Du bei deiner Reise nach Köln beachten musst und wo Du gut absteigen und essen kannst.

Insidertipps in Köln

1. Aussichtsturm „Köln Triangle“

Der Aussichtspunkt befindet sich spektakulär gelegen auf dem Dach eines 100 Meter hohen Wolkenkratzers in Köln Deutz. Von hier hast Du einen grandiosen Blick über die Nachrichtenstudios, die Brücken, den Rhein, die Kranhäuser und natürlich den Dom.

Für schlappe drei Euro Eintritt fährst Du mit dem Aufzug in wenigen Sekunden bis ganz nach oben – Ausblick inklusive. Sehr schön ist die Aussicht auch bei Dämmerung. Im Sommer ist die Terrasse bis 23 Uhr, im Winter bis 20 Uhr geöffnet. In der Regel ist zu den Abendzeiten aber auch mehr los. Mehr Infos zum Turm findest Du hier.  

 

2. Die Kranhäuser

Sie gehören zu Köln wie der Dom und das Schokoladenmuseum (mehr dazu weiter unten!) und doch musste ich neulich feststellen, dass ich sie immer nur vom Rheinufer betrachtet hatte. Ich war noch nie direkt unter den Häusern am Rhein – eine Schande eigentlich! Denn diese Häuser sind noch viel aufregender, wenn man direkt davor/darunter steht. Wahnsinn!

Ein Spaziergang an der hübschen, breiten Promenade unter den Häusern ist ein absolutes Muss. Die Architektur ist einfach atemberaubend. Auch das gesamte Viertel um die Häuser herum, der Rheinauhafen, ist ein super Fotospot und ein nettes kleines Ausflugsziel.

Tipp: Um den Fotografen auszuweichen, die dort durchaus vermehrt zu finden sind, gehst Du am besten schon früh morgens zu den Kranhäusern. Dann hast Du sie für dich! 😉

Mehr solcher Bilder findest Du auf meinem Instagramaccount. Folgst Du mir dort schon? 😉

 

3. Köln Ehrenfeld

Diesen Stadtteil Kölns haben wohl die wenigsten Touristen auf dem Schirm. Dabei ist das Viertel eines meiner Lieblingsorte in der Stadt. Auf dich warten hippe Restaurants und Bars sowie wunderschöne Straßen mit cooler Streetart auf dich. Für mich als Streetartfanatiker ist Ehrenfeld ein absolutes Paradies!

Einen Stadtspaziergang mit ganz viel Streetart findest Du auf der Seite von VisitKöln. Und nun lass dich begeistern von so viel Kreativität auf den Hauswänden einer Großstadt!

Insidertipps in Köln - Streetart in Köln Ehrenfeld
Streetart kann riesengroß, aber auch…
Insidertipps in Köln - Streetart in Köln Ehrenfeld
…winzig klein sein!
Insidertipps in Köln - Streetart in Köln Ehrenfeld
Darf ich vorstellen: Meine Lieblingswand in Ehrenfeld, direkt am Bahnhof!
Insidertipps in Köln - Streetart in Köln Ehrenfeld, Colonius
Auch den Colonius, Kölns Fernsehturm, findest Du in Ehrenfeld. Leider ist dieser nicht mehr für Besucher zugänglich.
Das hippe Viertel gehört definitiv zu den Insidertipps in Köln. Ein Besuch lohnt sich sowas von! Und so gelangst Du nach Ehrenfeld:

Vom Kölner Hbf verkehren fast minütlich S- und Regionalbahnen nach Ehrenfeld. Eine Strecke kostet 1,60€ (Stand Oktober 2017). Wenn Du am Heumarkt starten möchtest, steig einfach in eine der U-Bahnlinien 3 oder 4 gen Norden ein.

4. Köln bei Nacht

Nightlife in Köln bedeutet nicht nur, in ein Brauhaus zu sitzen und Kölsch zu trinken, nein nein! 😉 Nachts ist auf den Straßen der Großstadt viel weniger los. Gerade für Fotografen bietet sich dieses Abendlicht gut an.

Wenn es zappenduster (sorry, das sagen wir so in Schwaben 😀 – bedeutet stockdunkel) ist, erstrahlt vor allem die Kirmes in Deutz und die St. Martin Kirche in neuem Glanz. Passend zu Halloween habe ich dort dieses Foto schießen können:

Fast schon spooky, oder?
Wo sich tagsüber Menschenmassen tummeln, um die bunten Häuser zu fotografieren, herrscht nachts gespenstische Stille. Perfekt für den entspannten Besucher, der die Hotspots Kölns lieber für sich haben will.

Die Deutzer Kirmes bei Nacht. Für dieses Bild habe ich langzeitbelichtet.

5. Kölner Dom

Ja, ja, ja: Ich weiß. Der Kölner Dom ist ganz sicher kein Insidertipp. Aber ich finde, es ist wichtig, dass er drin ist. Denn anders als andere große Wahrzeichen von Städten ist der Dom immer schön. Wenn man ihn nicht gerade sonntags (siehe unten) besucht, ist es angenehm dort. Klar, Touristen gibt es immer, aber das sind wir ja auch!

Indsidertipps in Köln - Der Kölner Dom
Das wohl coolste Wahrzeichen in ganz NRW!
Für mich war der Kölner Dom schon immer schön. Er hat sich seine Schönheit trotz den vielen Touristen bewahrt und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Jeder sollte einmal auf dem Domplatz, genannt „Domplatte“, stehen. Auch hier bewährt sich Insidertipp Nummer 4 natürlich: Nachts erstrahlt der Kölner Dom in einem ganz anderen Licht – total spannend!

Für mich trägt der Kölner Dom den Titel „Wahrzeichen“ absolut zurecht.

Wenn der Dom ein Mensch wäre, wäre er sicherlich ein total bodenständiger und  cooler Typ. Okay, genug philosophiert! 😀

6. Über sieben Brücken musst Du gehen

Man könnte meinen, das Sprichwort stammt aus Köln! Denn die Stadt hat exakt sieben Brücken, die über den Rhein führen. Stell dir vor: Eintausend Jahre lang gab es keine einzige!

Heute ist ein Spaziergang über Kölns Brücken absolute Pflicht! Und dabei ist jede Brücke anders:

– Hohenzollernbrücke: Diese Brücke ist wohl die mit Abstand bekannteste. Auf ihre verkehren nur Züge, die von Deutz zum Hauptbahnhof fahren und Fußgänger. Liebespaare bringen hier ein Schloss zum Zeichen ihrer Liebe an. Die Schlüssel werden anschließend in den Rhein geworfen. So schön, so gut. Nun tun das nicht ein paar Hundert Paare so. Im Schnitt kommen 10 Schlösser pro Stunde dazu. Das sind 7200 pro Monat! Mittlerweile hängen schätzungsweise 155 000 Schlösser an der Brücke! Wenn man von einem Durchschnittsgewicht von 300 Gramm pro Schloss ausgeht, belasten 46,5 Tonnen die Brücke zusätzlich. Wahnsinn, oder? Allein wegen der unvorstellbaren Anzahl an Schlössern sollte man auf diese Brücke kommen. Auch der Blick auf den Dom ist empfehlenswert und ein beliebtes Fotomotiv.

– Auch die Rhodenkircher Brücke ist bekannt. Auf ihre fahren Autos auf der Autobahn A4. Wenn Du mit dem Auto nach Köln fährst (mehr zur Anreise findest Du weiter unten), solltest Du unbedingt die Augen offen halten. Denn: Von hier hast Du ein superschönes Panorama über die Kranhäuser und den Dom.

– Severinsbrücke: Diese Brücke findest Du direkt bei den Kranhäusern. Auch von hier kannst Du immer wieder den Dom über den Dächern Kölns sehen. Hier fahren Autos und U-Bahnen, aber auch Fußgängerwege gibt es auf beiden Seiten.

– Die Zoobrücke liegt weiter nördlich.  Eigentlich macht sie nicht viel her. Ich wollte sie aber dennoch erwähnen, weil die Seilbahn, die einmal über den Rhein über sie fährt. Leider wurde der Betrieb bis auf weiteres eingestellt. Es gab technische Schwierigkeiten (uahh :o) und die Behebung dauert an. In der Saison 2017 wird sie nicht mehr fahren. Total ärgerlich!

Ich hoffe, ich konnte dir den ein oder anderen guten Tipp geben. Aber halt: Der Artikel ist noch nicht zu Ende! Hier kommen zwei…

…Orte, die Du getrost von deiner Liste streichen kannst

1. Omas Küche Köln

Mitten in der Altstadt, in einer Nebenstraße der Hohen Straße, befindet sich das Restaurant „Omas Küche“. Auf den ersten Blick wirkt das kleine Restaurant sehr putzig, originell und gemütlich. Die Bewertungen des Restaurants auf Google gehen sehr weit auseinander: Einige loben das Essen und das Ambiente, andere wiederum sind enttäuscht vom Service und den Toiletten. Ich muss sagen, enttäuscht war ich auch.

Das urige Image verliert das Restaurant nämlich spätestens dann, wenn der Kellner an den Tisch tritt und grummelnd „Ihre Bestellung.“ sagt. Der Service ist wirklich – nun ja, sagen wir, rustikal. Aber auch das Essen schmeckt leider nicht und ist zudem auch echt teuer.

Was ich im ersten Moment für einen absolut tollen Insidertipp gehalten habe, entpuppte sich recht schnell als Flop.

Tipp: Geh nicht zur Oma, esse lieber in einem Brauhaus. Besonders empfehlen kann ich dir die Malzmühle und Peters Brauhaus.

2. Schokoladenmuseum

Das Schokoladenmuseum gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt. Für viele gehört es genau wie der Dom einfach zu Köln. Leider kann ich diese Begeisterung nur wenig nachvollziehen.

Das Gebäude ist sehr modern und die Architektur macht einiges her (Fotospot! 😉 ), aber das Museum an sich ist nur wenig besonders, total überfüllt und teuer noch dazu. Für 11,50€ Eintritt pro Erwachsenen darf man durch ein paar Räume mit Schildern latschen, einen fünf Quadratmeter großen Regenwald erforschen (aber nur auf einem Weg, alle mit dem Strom) und den Konditoren, die wie Vögel in Glaskäfigen sitzen und Schokolade gießen, bei ihrer Arbeit zuschauen. Tut mir echt leid, aber das ist nur eines… langweilig!

Schade eigentlich, denn gegen Schoki hat doch eigentlich niemand etwas…

Und so kommst Du nach Köln..

Köln ist sehr leicht zu erreichen und eignet sich deshalb hervorragend für einen Städtetrip an einem verlängertem Wochenende. Die Rheinmetropole ist gut ans Bahn- und Flugnetz angeschlossen.

Mit der Bahn anzureisen ist bequem und günstig. Wenn Du im Voraus buchst, er´wischt Du oftmals einen Sparpreis für 19,90€ – das wäre doch was, oder? Achte bei der Buchung der Bahnverbindungen aber unbedingt auf den Zielbahnhof.
Denn Köln verfügt über zwei größere Bahnhöfe, Köln Hauptbahnhof (direkt am Dom) und Köln Messe Deutz. ICE, IC sowohl auch RE und IRE fahren immer nur einen der beiden Bahnhöfe an, da sie nur durch eine zweiminütige Fahrt auf der Hohenzollernbrücke über den Rhein voneinander getrennt sind. Vor allem bei deiner Rückreise musst Du genau auf´s Ticket schauen: Nicht, dass Du am falschen Bahnhof stehst und der Zug an dir vorbei rauscht!

Flugzeuge landen am Flughafen Köln Bonn, dem Drehkreuz der Airline Eurowings. Diese fliegt von Hamburg, Berlin, Sylt, Leipzig, Dresden und München nach Köln. Auch nach Österreich und in die Schweiz fliegt die Billigtochter der Lufthansa. Hier werden Salzburg, Klagenfurt, Wien und Zürich bedient. Die Eurowings veranstaltet des Öfteren Aktionen, bei denen Flüge nach Köln stark reduziert und zum Schnäppchenpreis von (meistens ebenfalls 19,90€) buchbar sind.

Theoretisch kannst Du auch mit dem Flixbus für wenig Geld nach Köln reisen. Das Streckennetz zum Download findest Du hier.

Gut gebettet…

…bist Du in diesen Hotels! Hier kommen meine Hoteltipps für jeden Geldbeutel.

– NH Köln Altstadt: In diesem Hotel habe ich während meinem letzten Aufenthalt in Köln geschlafen. Die Zimmer sind groß und modern eingerichtet. Vor allem vom Frühstück bin ich begeistert gewesen. Das Hotel liegt unweit des Schokoladenmuseums und in Sichtweite der Kranhäuser im südlichen Teil der Altstadt. Zimmer kannst Du hier buchen.

– DJH Jugendherberge Köln Deutz: „Jugendherberge“ – gib´s zu, Du bist schon zusammengezuckt! 😉 Dabei ist diese JH fast schon ein Hotel! Die Zimmer sind sauber, klein aber fein. In Deutz gelegen liegt es gar nicht mal so schlecht, wenn Du gut zu Fuß bist und über die Hohenzollernbrücke (über die man ja sowieso mal gegangen sein sollte…) läufst, stehst Du direkt auf der Domplatte. Ich habe hier im Juli übernachtet und hatte dort das einzige Mal überhaupt ein Zimmer mit Domblick! Die Preise sind unschlagbar günstig. Mehr Infos zur Jh findest Du auf dieser Website.

– AirBnB: Ich bin zwar noch nicht dazu gekommen, in einem AirBnB in Köln zu übernachten, allerdings liebe ich die App. Ich nutze sie sehr oft. Während meiner Reise durch Schottland war sie mein ständiger Begleiter – ich kann AirBnB also nur wärmstens empfehlen. Eine Unterkunft, die verlockend aussieht und durchgehend positiv bewertet wurden, findest Du hier.

Tipp: Bist Du schon bei AirBnB angemeldet? Nein? Dann aber schnell! Wenn Du dich über diesen Link anmeldest, kann ich dir einen 30€ Gutschein für eine erste Reise mit AirBnB schenken. Das coole daran? Auch mir hilfst Du dabei, denn mir schenkt AirBnB automatisch ebenfalls 10€ für meine nächste Reise. Super Sache, oder? Wichtig: Das funktioniert nur, wenn Du dich über diesen Link anmeldest!

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Hi, ich bin´s Marian! Mit 14 Jahren Autor eines Blogs? Natürlich geht das! Als ich zwölf Jahre alt war, ergriff mich plötzlich das Reisefieber: Ich schnappte mir meine Mutter und den Rucksack und flog nach Kambodscha, Seitdem liebe ich Asien, Großstädte und das Fliegen selber mehr wie alles andere. Bleib doch noch ein wenig und entdecke mit mir die Welt!

8 Kommentare

  1. Super Tipps für eine Städtereise nach Köln. Habe es selbst, wie Du es schreibst, schon ausprobiert. Hat mir sehr gut gefallen.
    Kann nur sagen, Köln ist eine Reise wert !!

    1. Hi Sigrid,

      klasse. Köln ist schon eine echt tolle Stadt, nicht wahr? Ich bin auch immer wieder gerne dort.

      Ich freue mich, dass Du immer wieder mit dabei bist! 😉

      Liebe Grüße,

      Marian

  2. Hallo Marian, ein toller Bericht! Und tolle Foto’s von den Kranhäusern. Auch das Bild von der Kirmes gefällt mir sehr gut.
    Gut, dass du das mit der Seilbahn erwähnt hast, dass sie momentan nicht fährt. Nach meinem Bericht über das belgische Viertel möchte ich nämlich noch einen weiteren Artikel über Köln schreiben, in welchem auch die Seilbahn vorkommt.

    Liebe Grüsse
    Melanie

  3. Hi Marian,
    Köln hat noch viel mehr zu bieten als das was du notiert hast. Aber die Hotspots hast du auf jeden Fall drin.

    Ehrenfeld alleine ist super schön und man kann viel Zeit darin verbringen. Street Art hast du ja schon entdeckt.

    Freut mich das dir Köln gefallen hat. Von den Brauhäusern kann ich auch noch das Brauhaus Em Kölsche Boor Nahe dem Eigelstein empfehlen. Ist nicht ganz so touristisch und teuer aber trotzdem eben ein typisch kölsches Brauhaus.

    LG Julian

    PS: Am Ende steht so ganz zusammenhangslos ein Wort das irgendwie keinen Sinn ergibt. Vielleicht durchgegangen.

    1. Hi Julian,

      vielen Dank für dein Feedback. Ich bin leider doch kein Kölner. Klar, dass da eine Menge fehlt. Es sind ja auch nur sechs Insider. 😉
      Brauhäuser sind sowieso nicht so mein Fall, ich darf ja gar kein Bier trinken! Deshalb habe ich lediglich die zwei empfohlen, in denen ich gegessen hatte und in denen es bis dato immer gut war. Huch, was macht „Deutschla“ denn da! 😮 Danke für den Hinweis! Peinlich peinlich.

      Vielen Dank nochmal und bis bald,

      Marian

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