Du hast den Titel richtig gelesen! Ich denke ,dass die Meisten von euch zwar schon informiert sind. Wer es noch nicht sein sollte:

ICH WAR IM FERNSEHEN BEI ZDF!

Bevor ich gleich einen exklusiven Einblick in die Dreharbeiten geben werde, solltest Du dir erst einmal den Beitrag reinziehen. Denn ansonsten macht das Ganze wirklich keinen Spaßund Du weißt gar nicht, wovon ich rede. 😉

Hier geht´s zum Beitrag in der ZDF Mediathek!

Wenn Du ihn schon gesehen hast… nur zu! Scroll runter und schau, wie das Ganze zu Stande kam.

Ich durfte es ja niemandem erzählen. Denn schon im Juni hatte ich eine Anfrage von einer Redakteurin des ZDFs im E-Mail Postfach. Wie aufregend! Ich war total durch den Wind, wusste gar nicht, wie ich da auf die E-Mail antworten sollte. Wir haben viel miteinander geschrieben und auch telefoniert, viel geplant und überlegt. Und dann, am 14.August um zehn Uhr war es also so weit.

Willkommen! Das ZDF bei mir zuhause

Es klingelt an der Tür. Mama steht mit mir im Bad. Wir schauen uns an. So, nun war der Moment also gekommen. Draußenvor der Tür stehen also drei oder vier Menschen, der eine mit riesengroßer Kamera und (hoffentlich!) einem Vollbart und Surferfrisur, der andere mit so einem Mikrofon, das aussieht wie ein kleiner Staubwedel und die Redakteurin. Ich lief die Treppe herunter. Obwohl, ich stürmte sie wohl eher. Noch einmal tief durchatmen. Ich mache die Tür auf. Vor mir stehen drei Menschen, zwei Männer und eine Frau. Die Kamera und den Staubwedel haben sie auch dabei. Sie sehen genau so aus,wie ich sie mir vorgestellt habe. Wobei, der Kameramann hat keine Surferfrisur und auch keine Surferfrisur! Nun ja, egal. Hauptsache das wird gut. Es muss gut werden.

Unser Besuch kommt rein, Mama läuft die Treppe und begrüßt alle. Am Tisch besprechen wir bei einem Kaffee (ich trinke natürlich Sprite… 😉 ).  Der Beitrag wird von zwei Teams an vier verschiedenen Locations gedreht: In Edinburgh, im Flugsimulator, an Marlons Grab und natürlich bei mir zuhause. Drei davon wurden an diesem einen Tag gedreht – straffes Programm also! Das zweite Team,von dem ich weiter unten berichten werde, reist eine Woche später aus London nach Edinburgh und trifft sich mit Mama und mir auf den Straßen Edinburghs zur gemeinsamen Erkundung der Stadt. Etwa zwei Minuten des gesamten Beitrages sind aus Edinburgh und somit vom zweiten Kamerateam gefilmt worden. Alles andere ist von den Menschen, die an diesem 14. August mit mir am Tisch saßen.

Und schon geht es los. Wir beginnen mit dem Packen unserer Sachen in meinem Zimmer. Ja, ich bin tatsächlich der „Rollende“! Es ist taktisch sehr klug, seine Klamotten im Koffer zu Rollen. So passt einfach sehr viel mehr rein. Auch das Bild von Marlon ist immer dabei. Er gehört einfach dazu.

„Musstet ihr sehr viel immer und immer wieder drehen, nur weil es der Redakteurin nicht gefiel, was ihr getan oder gesagt habt?“, fragte mich ein Leser auf meiner Facebookseite. Um ehrlich zu sein: Kein einziges Mal! Wir haben keine einzige Szene doppelt drehen müssen, nur weil unsere Antworten nicht „gut genug“ waren oder sonst irgendetwas nicht gefallen hat. Das alles war alles first try, nichts davon einstudiert oder auswendig gelernt. Diese Spontanität hat mich auch überrascht, aber auch sehr gefreut denn ich möchte gerne ich selber bleiben – Fernsehen hin oder her.

Und so waren wir nach etwa einer Stunde Dreh nicht nur mit dem Packen sondern auch der Szene bei der Reiseplanung am Computer fertig. Zugegeben, eine Sache empfand ich dann doch ein wenig komisch. Und das sind diese Stellen des Beitrages, an denen die Stimme etwas über mich erzählt. „O-Töne“ heißen die. In dieser Zeit soll ich mich also möglichst natürlich verhalten und einfach das tun, was ich normal auch tun sollte.

„Tu einfach so, als wären wir gar nicht da!“, meinte der Kameramann und setzte mir die Kamera auf die Schulter. Aaaah, das war schon ein wenig komisch. Aber im Endeffekt sind es nur wenige Sekunden Film, die in den Beitrag verbaut werden. Für diese wenigen Sekunden habe ich sicher fünf Minuten so tun müssen als ob niemand da wäre.. 😉

Während meine Mutter unten in der Küche kochte, filmten wir auch die Szene mit den Fotobüchern bei uns im Wohnzimmer. Sie beginnt, als die Kamera an  Lina, unserem Hund, vorbei schwingt und geradewegs auf mich und das Sofa zusteuert. Sag mal:Ist dir bei dieser Sequenz etwas aufgefallen? Schau ruhig nochmal nach!

Während ich so blättere,taucht plötzlich etwas am Bildrand auf. Es ist der Schweif unserer Katze Cola (ja, die heißt so und sie ist stolz auf ihren Namen 😉 ),die ihre Gelegenheit nutzen wollte und sich einfach mal ins Bild gedrängelt hat. Doch leider hatte sie zu der Zeit eine Verletzung am Hals und musste solch eine unschöne Halskrause tragen. Das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb sie größtenteils aus dem Bild geschnitten wurde und wir nur ihren Schwanz am Rande des Bildes sehen können. 😀

Zu dieser Szene gibt es noch etwas Lustiges! Denn nicht nur Cola und ich tauchen darin auf. Auch ein Freund meiner Mutter, den wir damals zufällig in Kambodscha getroffen haben, ist mit dabei! Er ist auf einem der Bilder im Fotobuch zu sehen. Und jetzt das Beste: Er hat sich selber gefunden, wir haben das gar nicht bemerkt! 😀

Der Dreh im Flugsimulator

Der Beitrag startet mit der Szene im Flugsimulator. Doch eigentlich haben wir die Szene zuletzt gedreht. Einmal zuvor bin ich schon ein Flugzeug im Simulator geflogen. Das war das Geschenk meiner Mutter zu meiner Konfirmation gewesen. Es war sehr cool und hat total Spaß gemacht – ist nur leider ziemlich teuer. Umso schöner, dass das ZDF das managen könnte und ich noch einmal ein paar Runden im Simulator drehen durfte. Gedreht wurden auch nicht nur Runden sondern auch einige Szenen. Das war anfangs etwas schwer, weil die Lichtverhältnisse nicht einfach waren. Kein Wunder: Überall blinken Lichter, Anzeigen und Knöpfe. Auch die große Leinwand war nicht einfach zu filmen.

Um das Licht zu verbessern,habe ich übrigens links neben mir einen großen Scheinwerfer stehen gehabt. Sehr cool! Ich habe mich gefühlt wie bei Dreharbeiten für Star Trek, obwohl diese Sendung doch weiiit vor meiner Zeit sein sollte.

Nach einem tollen und vor allem spannenden Tag mit dem ZDF-Team, das inzwischen zu echten Freunden geworden ist und mit dem wir bis heute noch Kontakt halten, hieß es schon wieder Abscheid nehmen. Der erste Teil war im Kasten!

Drehen in Edinburgh – Mehr als nur ein Städtetrip für uns!

Für uns war die Zeit in Edinburgh nicht nur eine ganz „gewöhnliche Zeit in einer anderen, großen Stadt. Diese Zeit war ganz besonders. Wir haben nicht alles von der Stadt gesehen, doch wir haben eine ganz andere Erfahrung machen dürfe.  Denn diese Reise war schon von Anfang an etwas ganz Besonderes. Wir wussten, dass wir in unserer ersten Station, Edinburgh, mit einem Kamerateam durch die Gassen huschen werden. Kaum auf dem winzigen Flughafen gelandet, stürzten wir uns noch schnell in unsere AirBnB-Wohnung, bevor es dann schon auf die „Royal Mile“, der wichtigsten Straße der Stadt ging. Jedes Jahr im August findet hier das sogenannte „Fringefestival“ statt. Edinburgh platzt in dieser Zeit fast aus allen Nähten, die Straßen sind voll, von überall her dröhnt Musik, aber das hat doch auch etwas.

Auch um die Drehgenehmigung mussten wir uns kümmern. Sehr aufregend! Dazu sind wir einfach zu einer der Pressestellen der Leitung gefahren und haben unsere Presseausweise abgeholt – mein allererster Presseausweis, wie aufregend! Auch wenn er vielleicht gar nicht so spektakulär aussieht, für mich ist er etwas ganz Besonderes. Ich glaube, den hänge ich mir übers Bett oder so.

Sind die nicht cool?!

Wir haben eineinhalb Tage gedreht. Für zwei (!!!) Minuten Film im Beitrag! Das ist schon der Wahnsinn oder? Das Team bestehend aus drei Frauen ist also wegen zwei Minuten Film sieben Stunden mit dem Zug gefahren und sind dort auch noch fast drei Tage geblieben! Weißt Du, welche Aussage ich ganz toll von der Redakteurin fand? „Das machen wir echt gerne, danke nochmal, das ist wieder was ganz anderes. Wie Urlaub fast schon.“ Wie nett! <3 Also ehrlich, wie das Team mit mir durch die Stadt gezogen ist: Das war als hätten wir nie etwas anderes gemacht, als würden wir uns schon ewig kennen. Das war echt super,ich habe mich so wohl mit den beiden Teams gefühlt! Thumbs up, ZDF! Ein paar Mal durfte ich sogar die Kamera unter den Arm nehmen. Sah dann ungefähr so aus…


Eine letzte Sache möchte ich dir nicht vorenthalten. Mensch, das war der Lacher des Abends! Die letzte Szene, die wir gemeinsam gedreht haben, war die, bei der ich am Laptop sitze und für den Blog schreibe. Im ersten Teil des Drehs sollte vor allem das gezeigt werden, was ich schreibe (das ist auch auf dem Monitor hinter der Moderatorin ganz am Anfang zu sehen!) und im zweiten dann einfach der Fakt, dass ich schreibe. Die Kamerafrau sagte mir, dass es für diesen Teil total egal sei, was ich da schreibe. Hauptsache, ich schreibe! „Also gut…“, habe ich mir gedacht und einfach mal drauf los geschrieben. Die Kamerafrau machte schnell ihre Aufnahmen und die Szene war noch zwei Minuten im Kasten. Als ich dann wieder aus meiner Trance erwachte und bemerkte, was ich da für einen Text geschrieben hatte, kamen mir die Tränen vor Lachen. Was in aller Welt hatte ich da bitte niedergeschrieben? „Irgendwas“ hatte ich sehr wörtlich genommen! 😀 Noch dazu sind in dem Text zwei falsche Aussagen drinnen – weißt Du welche? 😉

(Original!) Ich bin so wahnsinnig gerne in der Schule. Aber noch lieber reise ich von A nach B. Hm, oftmals gehe ich auch gerne schwimmen. Aber am liebsten esse ich immer noch Fish and Chips. Wobei, Rutschen tue ich auch ganz gerne. Der Marian macht einfach was die Susi sagt.. also echt!!!

Mein Fazit

Das ZDF ist ein klasse Fernsehsender. Ich habe selten so gerne mit Menschen zusammen gearbeitet. Beide Teams waren wie Freunde, wir hatten eine super Zeit und wir durften die Menschen im Fernsehen sein, die wir auch „live“ sind. Nichts gestellt, alles zu 100% echt. An diesem sechsminütigen Beitrag sind so viele Menschen beteiligt gewesen – so viel Aufwand für mich! Ich fühle mich noch immer sehr geehrt. Ich glaube, diese drei Drehtage werde ich nie wieder vergessen. Und was passiert, wenn sich viele Menschen so viele Gedanken machen und alle ihr Bestes geben? Richtig: Etwas Großartiges kommt zustande. So wie der Beitrag! <3 Vielen lieben Dank, ZDF!

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( dd / mm )


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Hi, ich bin´s Marian! Mit 14 Jahren Autor eines Blogs? Natürlich geht das! Als ich zwölf Jahre alt war, ergriff mich plötzlich das Reisefieber: Ich schnappte mir meine Mutter und den Rucksack und flog nach Kambodscha, Seitdem liebe ich Asien, Großstädte und das Fliegen selber mehr wie alles andere. Bleib doch noch ein wenig und entdecke mit mir die Welt!

6 Kommentare

  1. Hi(gh),
    flotte „Schreibe“ mit allem was es braucht.
    Muss jetzt doch noch ´mal in die Reportage reibschauen.
    Schönes Wochenende
    Frieder

  2. Du siehst sooo glücklich und zufrieden aus mit der Kamera unterm Arm. DAS IST GENAU DEIN DING! wie es aussieht, klasse! Lustig, was du geschrieben hast… rutschen… so so… grins.
    Man kann förmlich mitfühlen, wie gut dir und deiner Mam der Dreh gefallen und getan hat.
    Klasse Beitrag, weiter so. 🙂

    1. Ach Mensch, Melanie, auf deine Kommentare freue ich mich immer besonders! 🙂 Ja, das war so VERDAMMT COOL! 😅 Ich hör so schnell nicht auf, versprochen.
      Liebe Grüße!
      Marian

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