Gute Begleiter auf schweren Wegen: Spendenaufruf für den Deutschen Kinderhospizverein e.V.

Wahrscheinlich wirst Du nie in eine Situation kommen, in der Du dich aktiv mit Kinderhospizarbeit beschäftigen musst.  Für viele Menschen ist dieser Bereich einer, den sie lieber so im Raum stehen lassen. Bereits der Name jagt dem ein oder anderen einen Schauer über den Rücken: „Kinder“ und „Hospiz“, das sollte in der Tat nie beieinander stehen.

Aber das tut es. Diese Arbeit gibt es. Und sie ist verdammt wichtig.

Ich verstehe den Respekt, den Du jetzt vielleicht spürst. Das Unbehagen, das tief in dir drinnen steckt. Das ist okay.

Was ich plane

Ich möchte dich einladen. Ja, ich denke, das ist das richtige Verb. Ich möchte dir die Möglichkeit geben, dich näher damit zu beschäftigen und die Türen der Hospizarbeit etwas weiter öffnen. Ich möchte dir einen Einblick geben in das, was Du vielleicht nie erleben wirst. Womit Du (zum Glück) nie etwas am Hut haben wirst.  Ich möchte künftig dein Ansprechpartner sein, möchte informieren und das verkörpern, was mir und meiner Familie in schweren Jahren so unendlich geholfen hat.

Denn auch Du kennst nicht deine Zukunft. Diese Welt ist ungerecht und niemand wünscht sich eine schwere Krankheit in der Familie. Keine Eltern möchten ihr Kind beerdigen müssen. Aber das gibt es. Und dann ist da wer, der einem hilft. Der für einen da ist und Hilfe gibt, wo keiner helfen kann. Und allein schon deshalb ist es wert, sich weiter damit zu beschäftigen.

Drum werde ich in den folgenden Wochen / Monaten alles tun, um die Kinder- und Jugendhospizarbeit weiter zu verbreiten. Ich plane verschiedene Artikel auf meinem Blog zu schreiben (einen davon liest Du gerade!), eine Episode meines Podcasts der Kinderhospizarbeit allein zu widmen und auch auf Social Media (v.a. Facebook und Instagram) darauf aufmerksam zu machen.

Ich möchte in den kommenden Wochen und Monaten einen Einblick in mein Leben mit meinem Bruder Marlon und seiner schweren Behinderung geben, dir alte Fotos zeigen, über das sprechen, was uns damals Kraft gab und nicht verzweifeln hat lassen.

Was dich das kostet? Natürlich nichts! All meine Artikel und Podcastepisoden sind selbstverständlich absolut kostenfrei und überall zugänglich. Ich werde auch nicht gesponsert oder habe sonstige eigennützige Beweggründe, ich mache das, weil mir die Hospizarbeit selbst sehr am Herzen liegt und ich es als meine persönliche Aufgabe sehe, mehr Menschen davon zu erzählen.

Hoffentlich lösen meine Berichte etwas in dir aus. Wenn Du schon darüber nachdenkst und dich aktiv damit befasst, bin ich schon hochzufrieden. Vielleicht möchtest Du auch mithelfen, zu verändern. Vielleicht hast Du ja Bock, mit uns gemeinsam die Welt ein Stück besser zu machen,  mehr Toleranz und Raum für dieses Thema in der Gesellschaft zu erzielen. Und vielleicht möchtest Du dich ja sogar aktiv mit einbringen. Mehr dazu siehe unten.

Was der Kinderhospizverein macht

Der Deutsche Kinderhospizverein e.V. (kurz: DKHV) wurde 1990 gegründet und begleitet seitdem bundesweit Familien, deren Kind lebensverkürzend erkrankt oder gestorben ist. Neben der Betreuung und Pflege der kranken Kinder ist er auch für die Eltern und die Geschwisterkinder da.

Den Verein kannst Du dir vorstellen wie ein weit gespanntes Netz: Zu ihm gehören über 20 Dienste, die verstreut in Deutschland agieren. Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste (AKHD) gibt es beispielsweise in Dresden, Aachen, Kassel, Köln und Göttingen. Eine vollständige Liste aller Dienste findest Du auf der Seite des DKHV.

Darüber hinaus gibt sich der Verein alle Mühe, Hilfe anzubieten und erreichbar zu machen. Jährlich eröffnen neue Dienste in neuen Gebieten, um für wirklich alle betroffenen Familien da zu sein.

Die Angebote des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. sind so vielfältig, dass ich es gar nicht schaffen werde, alle zu nennen. Bundesweit organisiert der Verein so beispielsweise Freizeiten für Geschwister, Eltern, ausschließlich für Väter und sogar für die Omas und Opas von betroffenen Familien. Darüber hinaus gibt es etliche Familienangebote wie das Familienseminar in Kloster Roggenburg bei Memmingen, das auch wir jährlich besuchen und über das ich in meinem Buch geschrieben habe. (Kapitel 11 für alle Nerds! 😉 )

Auf die Angebote, an denen ich persönlich teilnehme, möchte ich vermutlich bald in einer Podcastepisode näher eingehen.

„Dasein“ – das kann der Verein ganz besonders gut. Hubertus Sieler ist der Ansprechpartner für Familien und schon seit Jahren unser guter Freund. Mit ihm haben wir telefoniert, wenn es uns nicht gut ging, wenn wir mal einen Ratschlag oder einfach jemanden zum Quatschen brauchten. 

…Sogar für Geschwisterkinder gibt es eine eigene Ansprechperson: Sandra Schopen. Auch sie ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Und das nicht nur, weil wir auf den Geschwisterfreizeiten so viel Schönes erleben, sondern auch, weil ich weiß, dass ich in ihr eine Gesprächsperson gefunden habe. 

Natürlich gibt es Dinge, über die ich gerne mit jemand „Neutralem“ sprechen würde. Sei es über meine Rolle als Geschwisterkind, über meine Trauer (ja klar, die ist immer noch da) oder etwas völlig anderes. Manchmal tut es verdammt gut, zu wissen, dass man da jemanden an der Seite hat, dem man sich anvertrauen kann. 

Und jetzt kommst Du ins Spiel…

In der Vorweihnachtszeit, in der jeder eigentlich nur von einem Termin zum anderen hetzt, in dem etliche Klausuren anstehen und die Menschen pausenlos den besten Geschenken hinterjagen, lohnt es sich ganz besonders,  einmal den «Pause»-Button zu drücken.

Es muss Zeit bleiben für eine Tasse Tee, für sich selbst und gleichzeitig auch für Menschen, denen man vermutlich nie begegnen wird. Wann wenn nicht jetzt ist die Zeit für Zwischenmenschlichkeit, Toleranz und Respekt, für mehr Liebe miteinander? 

Und so kannst Du mithelfen: Nutze deine Reichweite, erzähle von der Hospizarbeit und von dieser Aktion, spende deine Zeit als Ehrenamtliche/r oder verschenke einfach ein Geschenk weniger an Weihnachten und spende dem Deutschen Kinderhospizverein etwas Geld. 

Ich habe eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Für den Deutschen Kinderhospizverein e.V., für mehr Achtung dieser unfassbar wichtigen Arbeit, die so vielen Menschen dann hilft, wenn eigentlich keiner helfen kann. 

Am 1o.o2 werde ich in Aachen bei der zentralen Veranstaltung zum Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit aus meinem Buch „Bruderherz“ lesen und den Deutschen Kinderhospizverein e.V. mit unserer Spende überraschen. Für jeden Spender und jede Spenderin werde ich ein Herz auf einen Banner malen, den ich dann vor Ort ausrollen möchte. Lasst uns ganz viele Herzen sammeln, von Menschen für Menschen. <3

Mit einem Klick auf den grünen „Teilnehmen“-Button gelangst Du zur Aktion. Dort findest Du noch einmal den Plan und erfährst, wie Du spenden kannst.

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