Auf meiner großen Reise nach Indonesien waren wir vier Wochen permanent unterwegs. Insgesamt haben wir in neun verschiedenen Betten geschlafen und eine Nacht auf den Bänken vom Flughafen Jakarta verbracht. Klar, dass da nicht jedes Hotel so ist, wie man es sich wünscht.

Um etwas Geld zu sparen, wollten wir in Yogyakarta etwas einfacher übernachten. Das „Hotel“ war im Zentrum, bot sogar Frühstück an und die Zimmer sahen akzeptabel aus – Klick! und noch  in Bangkok gebucht.

Doch was uns erwartete war mehr als nur ein wenig seltsam…

Zwei Flüge mit AirAsia und fünf Stunden Umsteigezeit mitten in der Nacht am Flughafen von Jakarta später, landen wir nun in Yogyakarta. Schnell ein TukTuk geschnappt und zum Hotel gefahren -geht leider nicht! Keiner der TukTuk-Fahrer weiß etwas von dem Hotel, einer meint, zumindest die Gegend zu kennen, in der das Hotel liegen soll. Fing ja schon mal gut an! 😀

Im „Stadtzentrum“ gibt es leider keine Straßen. Deshalb mussten wir die letzten Meter mit unserem mutigen Fahrer gehen. Ganz versteckt, in den tausenden dunklen Gassen des „Stadtzentrums“ (Ich muss das einfach wirklich mehrmals betonen!) war nun also der Eingang unseres Hotels. Immerhin, wir haben es gefunden! :p

Unser Hotel liegt in einem Ghetto .. äh, ich meine Stadtzentrum. 😉

Der Empfang war herzlich und toll, das ist ja fast überall in Asien so – einer Gründe warum ich Asien liebe!

Man zeigte uns die Zimmer und lies uns dann alleine. Das Zimmer war, nun ja, dunkel eingerichtet. Es gab genau ein Fenster mit alten (sehr alten!) Vorhängen und eine in die Jahre gekommene Tür. Die Betten waren aus Holz und waren DAS Paradies für Motten, Milben und alles andere – nur nicht für uns! 😛 Zum Glück hatten wir an so etwas bei der Reiseplanung gedacht und einen Schlafsack eingesteckt.

Gute Nacht! 😀

Eigentlich wollten wir kurz Duschen, um fit in den Tag zu starten. Als wir das Bad sahen, dachten wir aber „Nah, der nächste Regen kommt bestimmt.“

Als wir später die wunderschöne (!) Stadt entdeckten, erkundeten wir natürlich auch unser Viertel. Es war sehr dunkel und bestand aus vielen selbst gebauten Hütten… Wir dachten, dass in der Nähe ein Bordell oder etwas ähnliches sein musste, da überall Schilder mit der Aufschrift „Women´s Centre“ zu sehen waren.

Einen Reisebericht zur Stadt findest Du hier.

Bei der Konstruktion ist irgendwas deuuuutlich schief gelaufen!

Nach einer Nacht im Hotel des Grauens gab es nun Frühstück. Es gab keinen eigenen Frühstücksraum, man frühstückte auf den Stühlen vor seinem Zimmer. Und da war er, der lustigste Moment, den ich je auf Reisen erleben durfte…

Wir bestellten einen belegten Toast und Orangensaft und nahmen auf den Stühlen Platz. Aber irgendetwas stimmte nicht..: Die Stühle waren unfassbar tief, der Tisch viel zu hoch, sodass beim Essen unglaublich lustige Bilder entstanden! Aber sieh am besten selbst 😀

Es ist unmöglich, aus dem Sitzen etwas zu trinken..

Morgens am Frühstücktisch…

Das Essen war nebenbei grausig, der Toast ungetoastet! Angeblich kennen die Indonesier keinen Toaster! Das war dann auch der Grund, weshalb wir nie wieder in Indonesien einen Toast gegessen haben!

…Aber Yogyakarta geht auch anders!

Auch wenn das alles recht negativ klingt – Yogyakarta ist eine wunderschöne Stadt und sogar die Lieblingsstadt meiner Mutter! Ein paar tolle Bilder und ein paar Tipps findest Du hier im Beitrag.

Warst Du auch schon einmal ein Hotel, das nicht so ganz deinen Wünschen entsprach? Schreibe mir doch einen Kommentar, ich würde mich freuen!

 

 

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Hi, ich bin´s Marian! Mit 14 Jahren Autor eines Blogs? Natürlich geht das! Als ich zwölf Jahre alt war, ergriff mich plötzlich das Reisefieber: Ich schnappte mir meine Mutter und den Rucksack und flog nach Kambodscha, Seitdem liebe ich Asien, Großstädte und das Fliegen selber mehr wie alles andere. Bleib doch noch ein wenig und entdecke mit mir die Welt!

23 Kommentare

  1. Huhu mein Schatz – der Anblick der Bilder und dein Text dazu katapultiert mich direkt ins Hotel des Grauens an den Frühstückstisch … was haben wir gelacht 👍 – super schôn geschrieben 😘

  2. Super, gefällt mir gut. Ich mag deinen Blog! 😀 Du schreibst witzig und die Fotos zeigen einen netten Einblick. Werde bestimmt öfter vorbeikommen. *adresse abspeicher*

  3. Ich finde es ziemlich krass, dass du mit 14 Jahren die Zeit (und das Geld) hast, so viel um die Welt zu reisen. Das ist auf jeden Fall beneidenswert, mich würde aber mal interessieren, wie du das schaffst 🙂
    LG Louisa

  4. Ich bin jetzt nicht so sicher ob ich da ein Auge zugemacht hätte. Aber schön, dass ihr das scheinbar noch mit Humor genommen habt. Und diese Frühtstücksstühle sind ja wohl der Burner 😀
    Liebe Grüsse Ela

  5. Sehr schön geschrieben.
    Bis zum Schluss habe ich tatsächlich gedacht, das deine Mama diesen tollen, lustigen Bericht geschrieben hat😉
    Die Konstruktion der Stühle finde ich sehr merkwürdig, sind die Menschen in Asien nicht auch ein wenig kleiner als hier 🙈?
    Wie kommen die dann ans Frühstück ran 😂😂?
    Mach weiter so, es macht wirklich Spaß hier zu lesen.
    Liebe Grüsse Vani
    http://test-elfen.de

  6. Oh ja, das kenne ich. Auf meiner Weltreise habe ich auch in ein paar sehr fragwürdigen Unterkünften gewohnt. Mein Highlight war ein Hotelzimmer, in dem das Fenster aus dem Nachbad in unser Zimmer aufging. Soll heißen: Der Nachbar macht das Fenster „auf“ und lüftet das Bad durch unser Zimmer. Was zur Folge hatte, dass wenn der Nachbar im Bad war (selbst, wenn er das Fenster gnädigerweise geschlossen hatte) hat man nicht nur alles gehört, sondern auch gerochen und hier geht es nicht in erster Linie um Duschzeug…

    Die Tisch-stuhl-Kombination in eurem Hotel gefällt mir übrigens auch sehr gut.

    Lieben Gruß

    Frau Podenco

  7. Hallo, für den Leser liest sich euer Abenteuer echt lustig, aber ich kann mir vorstellen, dass es vor Ort wirklich doof war. Gut, dass ihr es dennoch mit Humor genommen habt 😀 Vermutlich wird das ein Erlebnis über das ihr noch in 20 Jahren lachen werdet..
    VG Simone

  8. Hallo Marian,

    ich bin gerade zufällig und über Umwege auf deinen Blog gestoßen.
    Zunächst finde ich es toll, dass es noch Jugendliche wie dich gibt, die noch andere Hobbies haben als nur die Konsole, oder den Fernseher 😆
    Da du dich als Perfektionisten beschreibst, möchte ich dir gerne einen kleinen Tipp hinterlassen…
    Dein Schreibstil ist sehr erheiternd und wirklich sehr niveauvoll, allerdings fielen mir ein paar kleinere Grammatikfehler auf, die sich wohl unfreiwillig eingeschlichen haben 😉 Da ich aber davon ausgehe, dass das an deiner Herkunft Marbach liegt, wollte ich dir nur sagen, dass ein nördlicher Bewohner Deutschlands mit deinem Dialekt nicht ganz so viel anfangen kann 😉
    Nimm es mir nicht krumm, ich hatte wirklich Spaß beim Lesen, aber die Deutschlehrerin in mir konnte einfach nicht anders 🙄
    Dein Hund Lina ist im übrigen auch sehr süß, aber das sind die Griechen doch fast alle! Auch ich habe eine Hündin von der selben Organisation 🐶
    Grüße und weiterhin viel Freude beim Schreiben, ich werde sicherlich wieder vorbeischauen…
    Marion

    1. Hi Marion,
      oh oh, Deutschlehrer? 😁 Dann bin ja froh, dass Du außer den kleinen Grammatikfehlern, nichts gefunden hast. Die schleichen sich leider immer wieder ein, aber ich gehe mal auf Suche!
      Der Dialekt ab und zu liegt noch an meiner Leserschaft, da die größtenteils aus dem „Ländle“ kommt. 😉
      Ganz liebe Grüße und bis bald,

      Marian

  9. Hey Marian,
    Vielen Dank für deinen witzigen Beitrag. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass vieles was wir in europäischen Hotels als Standard ansehen in anderen Ländern oft ganz anders aussieht. Aber es ist ja noch ganz ok ausgegangen bei euch. Viel Spaß auf deinen weiteren Reisen!

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