Warum liebst Du eigentlich Reisen? Ich liebe Reisen nicht nur die Reiseziele oder das Schließen neuer Bekanntschaften. Ich würde behaupten, dass das, was Reisen mit mir besonders macht, die ganz besonders lustigen Erlebnisse unterwegs sind. Die passieren öfter, als Du denkst! 😀 Darum möchte ich dir heute von den lustigsten Missgeschicken und Begegnungen und ihren Geschichten auf meinen Reisen berichten. Also: Heute gibt´s was für die Lachmuskeln! Viel Spaß! 😉

Die „jungen Hipster“, meine Mutter und ich beim Raften

In Split durften wir etwas erleben, das wir zwei so schnell nicht mehr vergessen werden. Meine Mutter wurde fünfzig und ich sparte eine Menge Geld, um ihr eine Reise nach Split zu schenken – inklusive Flug, Hotel und, natürlich, tägliches und selbstorganisiertes Programm. Jeden Morgen gab es einen kleinen Brief mit den Plänen für den Tag.

Ich kam auf die Idee, sie mit zum Raften ins Hinterland von Split zu nehmen! Ich wollte das schon immer mal ausprobieren und es war sicher eine Abwechslung zur Stadt und den sonst so warmen Temperaturen – Nein, der Fluss war nicht sonderlich warm! 😉

Und da ich nicht alleine Raften kann, buchte ich einen Ausflug mit sechs weiteren Personen. Wir trafen uns früh morgens an der Promenade und brachen auf. Doch am Treffpunkt standen auf einmal nur „Junge“, wie meine Mutter sie gerne nennt. Also typische Backpacker im Alter von 25-30 Jahren. Sie sahen topmotiviert und „professionell“ aus.

„Marian?! Was ist, wenn die mich auslachen?! Oh Gott..“

…diesen Satz hörte ich die gesamte Autofahrt von meiner Mutter. Ein wenig bereut habe ich es zu diesem Zeitpunkt dann auch. Denn das letzte, was ich wollte, war es, meine Mutter bloß zustellen! 😉

An der Cetina, unserem Fluss angekommen, schlüpften wir in unsere Neoprenanzüge und wir bekamen eine Anweisung. Dann ging das Affentheater los..

…zwei Jungs begannen auf einmal  wie wild im Kreis zu rennen und laut los zu schreien. Kurze Zeit später fing dann auch schon ein Mädel an zu heulen und sich hinter ihrem Freund zu verstecken. Was los war?

„There´s a bee! A bee! UAHHHH!“

Zugegeben, diese „Biene“ war schon etwas groß, aber noch lange kein Grund,wie Rumpelstilzchen im Kreis zu rennen und sich die Haare zu raufen… 😀 Jedenfalls kam sich meine Mutter dann nicht mehr ganz so blöd vor, hihi. Aber die Geschichte geht noch weiter…

Dann auf dem Fluss fuhren meine Mutter und ich tapfer im ersten Boot und sausten die Wasserfälle herunter – Es war total geil übrigens! Als wir uns einmal umdrehten, sahen wir, wie sich das zweites Boot mit dem mitten im Wasserfall quer stellte.

Du ahnst es schon: Das dritte Boot mit unseren Angsthasen fuhr geradewegs drauf zu und sie überschlugen sich beide. So lustig wie ich das jetzt empfinde, wenn ich länger darüber nachdenke, war es zu diesem Zeitpunkt nicht. Aber niemand war verletzt und der kleine Crash war wirklich nur minimal.

Doch das genügte… Unsere Insektenfreunde planschten wie Meerjungfrauen im Wasser – das andere Pärchen fiel sich vollkommen aufgelöst in die Arme.

Was wir von unserem Raftingtrip gelernt haben? Man kann und sollte in jedem Alter das tun, worauf man Lust hat und keine Angst vor den „Jungen“ haben – Die sind auch nur Menschen und beißen nicht. Bienen im Gegensatz schon! 😉

 

Herr Remboldt

Hach, der gute alte Herr Remboldt. Manchmal sind es auch einfach unmögliche Menschen, die für eine bleibende Erinnerung sorgen. So auch der ältere Mann, der mit uns am Check-In von Aeroflot stand.

Wir standen links, wo die Schlange wesentlich kürzer war und Herr Remboldt gegenüber von uns in der rechten, total überfüllten Schlange. Er muss Ort also schon eine Weile gestanden haben. Als wir uns dann in die linke Schlange stellten, maulte er uns an:

„Was wollen Sie denn hier? Stellen Sie sich hinten an! Unerhört!“

Nach einer langen Debatte, in der wir ihn letztlich überzeugen konnten, dass es einfach zwei Schalter gibt, gab er sich geschlagen. Er drehte sich weg von uns und die Sache war damit eigentlich erledigt. Eigentlich.

Nach etwa einer Minute Funkstille zwischen uns Dreien, drehte er sich einfach um und stellte sich direkt vor uns in unsere Schlange!

Eine weitere Diskussion haben wir uns dann schlussendlich gespart, denn es gibt Menschen, die sind eben, wie sie sind. Herr Remboldt ist und bleibt eine Legende und wird uns wohl auf ewig beim Check-In im Kopf bleiben. 😉

 

The following two tabs change content below.
Hi, ich bin´s Marian! Mit 14 Jahren Autor eines Blogs? Natürlich geht das! Als ich zwölf Jahre alt war, ergriff mich plötzlich das Reisefieber: Ich schnappte mir meine Mutter und den Rucksack und flog nach Kambodscha, Seitdem liebe ich Asien, Großstädte und das Fliegen selber mehr wie alles andere. Bleib doch noch ein wenig und entdecke mit mir die Welt!

5 Kommentare

  1. Ja, lieber Marian, so ist es. Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen.. Ich glaube aber, daß solche „Geschichten“ für immer in Erinnerung bleiben.
    Auf Deinen kommenden Reisen wirst Du sicher noch so manches erleben!!!
    Freu‘ Dich drauf !!!!

  2. Hey Marian,
    Mit grosser Freude schmökere ich in deinem Blog!
    Sag mal – Kambodscha…da würd ich auch so gerne mal hin! Hast du da schon einen Reisebericht verfasst, oder bin ich nur zu doof zum Suchen?

    Lg Barbara

    1. Hi Barbara,

      nein, alles gut: Es gibt (noch) keinen Kambodscha-Beitrag, weil das alles schon echt lange her ist.
      Neulich hatte ich aber die Idee, das ganze wie ein kleines „Revival“ neu aufzufassen.
      Sprich: Kambodscha wird kommen. 🙂
      Liebe Grüße,
      Marian

  3. Der gute Herr Rembold! 😏 Superlustig, die Geschichte! Ich kanns beurteilen, ich war dabei
    Lag, die Reisetante ❤

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*