Heute war wieder ein turbulenter Tag. Ich sitze nun im Hotel in Moskau und mir qualmen die Füße – wie geplant eben.

Mein Tag begann mit einem Frühstück in unserem Hotel. Es gab eine riesige Auswahl, sodass ich gar nicht so recht wusste, was ich zuerst probieren sollte. Als ich einmal den gewickelten Fisch probierte, blieben mir plötzlich tausende von Gräten im Hals stecken – uah! Glücklicherweise ging die Situation glimpflich aus und ich konnte meinen Würgreiz unterbinden. 😉

Wir starteten mit einem Spaziergang zum Roten Platz, den wir ja gestern schon gesehen haben. Bei Tageslicht sieht die Basilika-Kathedrale, oder wie ich sie liebevoll nenne, Basilikum, noch einmal ganz anders aus!

Und dann ging es auch schon in den Kreml. Als ich das erste Mal vom Kreml hörte, dachte ich an ein unglaublich langweiliges Museum voll mit russischer Geschichte. Ich hatte ja keine Ahnung!

Der Kreml war toll, um nicht zu sagen supertoll. Ein großer Platz mit insgesamt drei wunderschönen Kathedralen und dem Turm von Iwan des Schrecklichen, das Senatsgebäude und auch die Schatzkammer erwarteten mich.

Vor allem der große Platz mit den Kathedralen fand ich toll und es sind ein paar unheimlich schöne Bilder entstanden!

Das Wetter heute war auch der Hammer. Zwar ist es eiskalt hier und wir bibbern bei minus 4 Grad in der Stadt, jedoch hatten wir meistens strahlend blauen Himmel und eine gigantische Aussicht. Ich kann mich also nicht beklagen. 😉

Und nun komme ich zum Titel, so schwer es mir auch fällt.. Und zwar gibt es sie wirklich, diese Grenzen, an denen man einfach komplett planlos ist. Da hilft keine gute Vorbereitung oder ein guter Stadtplan und glaub´mir, wenn jemand gut vorbereitet ist und einen guten Plan besorgt hat, bin das wohl ich.

Aber der wahre Feind ist etwas ganz anderes. Denn was nutzt die beste Vorbereitung oder der ausführlichste Stadtplan, wenn man die Schrift nicht lesen kann?! Und glaub mir, kyrillisch ist unglaublich verwirrend.

Ich meine, wer kommt bitte auf die Idee, die Buchstaben „R“ und „P“ miteinander zu vertauschen? Klingt nach einer fantastischen Idee, nicht wahr? 😀

Und mit all diesen Problemen wird das ohnehin riesengroße und verzwickte Metrosystem zu einer echten Höllenfahrt. Die Metros rasen durch die dunklen Tunnel und fahren eine gefühlte Ewigkeit bis zu nächsten Station. Außerdem gibt es pro Station im Durchschnitt etwa zwölf verschiedene Ausgänge – wie soll man den richtigen finden, wenn man KEINEN EINZIGEN Buchstaben richtig erkennen kann?! 😀

Nun ja, aber das hat ja auch einen gewissen Reiz, wenn Du weißt, was ich meine. Zum Restaurant brauchten wir so zwar 130 anstatt den geplanten 15 Minuten, da wir uns acht oder neun mal verfuhren oder verliefen und komplett die Orientierung verloren haben.

ABER: Ich sitze nun schon wieder in meinem unglaublich weichem und bequemen Bett im Hotel und es geht mir gut, sehr gut sogar. Es tut mir leid, falls die Texte nicht ganz demenentsprechen, die du von mir kennst. Das liegt daran, dass ich die Tagebucheinträge immer live am Abend des Tages schreibe und auch schon echt müde bin. 😉

Bilder habe ich dann bald im Gepäck, wenn der erste Beitrag über Moskau kommende Woche erscheint – Freu dich drauf, die sind der Hammer!

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Hi, ich bin´s Marian! Mit 14 Jahren Autor eines Blogs? Natürlich geht das! Als ich zwölf Jahre alt war, ergriff mich plötzlich das Reisefieber: Ich schnappte mir meine Mutter und den Rucksack und flog nach Kambodscha, Seitdem liebe ich Asien, Großstädte und das Fliegen selber mehr wie alles andere. Bleib doch noch ein wenig und entdecke mit mir die Welt!

12 Kommentare

  1. Hallo Marian,

    das klingt nach einem echt aufregenden und tollem Tag! Ich kann mir vorstellen, wie verwirrend das alles erstmal ist mit dieser Schrift und ich glaube es wäre mir ganz genausp gegangen.
    Ich kam in meinem London-Urlaub an meine Grenze als plötzlich kurz vorm Einchecken für den Rückflug mein Pass weg war… da hiess es auch erstmal Ruhe bewahren aber die Panik war schon echt gross. ^^

    Freu mich auf deine nächsten Einträge!

    Gruss
    Melanie von MelanieaufReisen

    1. Hi Melanie,
      oh, das möchte ich nicht erleben müssen. Was hast Du denn dann gemacht?
      Jaja, auch dieses Erlebnisse machen eben Reisen aus 😉
      Grüße zurück,

      Marian

  2. Hallo Marian,
    Das mit dem Alphabet fiel mir in Russland auch schwer, aber ich habe mich kurz hingesetzt und die meisten Buchstaben gelernt, so dass ich sie wiedererkennen konnte. Das hat mir geholfen, Schilder zu lesen und mich besser orientieren zu können. Probier es mal!
    Der heutige Tag war sehr anstrengend weil ihr so viel erlebt und gesehen habt. Da ist man abends einfach platt. ☺️
    Weiter viel Spaß in Moskau!
    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Hi Barbara,
      da war es leider schon zu spät… 🙂 Jetzt im Nachhinein hat es ja iiiirgendwie schon hingehauen, auch wenn man mal locker die fünffache Zeit gebraucht hat, hat es ja dann doch bei der Orientierung geholfen. 😉
      Ganz liebe Grüße zurück,

      Marian

  3. Hallo Marian, ich hab 5x die Rucksäcke von mir und meinem Sohn durchsucht und dann schliesslich im Hotel angerufen. Der Pass lag noch im Zimmer O_o…. Zum Glück hatten wir die letzte Nacht im Airport-Hotel geschlafen und so konnte mir der Shuttlefahrer noch rechtzeitig meinen Pass bringen. 30 Min vor Abflug hiess es dann fix wie nix zum einchecken, durch den Securitycheck und zum Gate flitzen. 10 Min vor Schließung des Gates waren wir am Gate… Glück gehabt ^^

  4. Hallo Marian,

    zu deinem Artikel hab ich
    zwei Anmerkungen:

    1. Du schreibst von Borgakow.
    ( und einmal auch von Bergakow, ich vermute das ist ein Tippfehler).
    Meinst du vielleicht den Autor Michali Bulgakow?

    2. Ein Wortdreher ist dir dem Wort „noch“ in diesem Satz passiert:
    „Als wir eine dunkle Straße entlang gingen, wurde es uns ncoh mehr mulmig“

    Viele Grüße
    Stephan
    Viele Grüße

    1. Hi Stephan,

      genau, den meine ich! Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich den Beitrag im Flugzeug geschrieben habe und recht müde war – ist korrigiert! 🙂 Im anderen Beitrag mit der Streetart im Bulgakowhaus müsste ich den Namen aber richtig geschrieben haben. Ach ja, das „noch“ ist mein alter Feind… Generell das „h“, das passiert mir leider immer wieder. Ich hoffe, das ist nicht so schlimm! 😉

      Liebe Grüße zurück,
      Marian

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