Prag Reisetipps: Alle Infos für deine Reise

Prag gehört zu den schönsten Städten Europas. Weil die Stadt gar nicht so teuer ist und relativ nah an Deutschland liegt, bietet sich ein Kurztrip in die goldene Stadt durchaus an. Doch wohin an einem Wochenende? Hier findest Du nicht nur die besten Prag Reisetipps für deinen Städtetrip sondern auch die besten Hotel- und Restauranttips und Routenvorschläge für deine Streifzüge durch Tschechiens Hauptstadt. Worauf wartest Du noch?

Prag Reisetipps: Die Hauptsehenswürdigkeiten

Man unterteilt Prag ganz grob in zwei Teile: Die Altstadt im Osten und die Kleinseite am anderen Ufer der Moldau im Westen. Um dir bei all den Sehenswürdigkeiten einen Überblick zu verschaffen, unterteile auch ich Prag in zwei Hälften. Hier findest Du eine Übersicht der 13 Hauptsehenswürdigkeiten Prags:

 

Altstadt

1. Karlsbrücke

Das wohl bekannteste Wahrzeichen Prags wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Die Brücke verbindet die Altstadt Prags mit der Kleinseite und ermöglicht spektakuläre Blicke auf beide Teile der Stadt. Allerdings nur, wenn man freie Sicht hat… Die wunderschöne Brücke mit unzähligen Statuen ist unfassbar voll. Etliche Touristengruppen haschen über die Brücke, vor lauter Handys und Tourguides sieht man nicht mal mehr die Moldau. Hier heißt es: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Um die Karlsbrücke zumindest teilweise für dich zu haben, musst Du schon wirklich sehr frfüh aufstehen. Und ich meine sehr früh… Am Besten, Du bist noch vor Sonnenaufgang dort. Belohnt wirst Du mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und einer schier gähnenden Leere. 🙂

2. Altstädter Ring

Das historische Rathaus, die Teynkirche, die Hussitenkirche St. Niklas, das Palais Kinský, das Haus „Zur Steinernen Glocke“ und andere sehenswerte Gebäude umgeben den größten Platz der Stadt. Der Altstädter Ring hat eine blutige Geschichte: Am 21.Juni 1621 wurden dort 27 Teilnehmer des Ständeaufstandes von 1618 hingerichtet. Der Platz ist ein guter Startpunkt für einen Streifzug durch die Altstadt. Mehr dazu findest Du weiter unten bei „Tourenvorschläge“.

3. Teynkirche

Direkt am Altstädter Ring befindet sich die Teynkirche. Ihr Name stammt von einem alten Handelshof in Prag, in dem ausländische Kaufleute übernachten konnten. Die Kirche wurde um 1380 gebaut und erst sehr viel später fertiggestellt. Die Orgel in der Teynkirche ist die älteste in Prag. Die ist es auf jeden Fall wert, besichtigt zu werden!


Eintritt: kostenlos, eine Spende von 25 Kč (=1 Euro) wird empfohlen

Öffnungszeiten: März-November Di – Sa: 10.00 – 13.00 und 15.00 – 17.00


Die beiden Türme sind jeweils 80m hoch, allerdings können sie nicht bestiegen werden. Das macht fast gar nichts, denn direkt gegenüber, am anderen Ende des Altstädter Rings, befindet sich ein weiteres Prager Wahrzeichen, von dem man einen spektakulären Blick hat: Das Rathaus.

4. Prager Rathaus

Es ist gar nicht das Rathausgebäude, das die Menschenmassen bestaunen: Es ist die astronomische Uhr. Die Prager Rathausuhr ist weltweit bekannt und ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. 1410 erbaut, funktioniert die4 astronomische Uhr noch einwandfrei – allerdings nicht, als ich in der Stadt war: Da war sie vollständig eingehüllt… Shit happens!

5. Ständetheater

Du bist ein Musikfan? Dann ab mit dir ins Ständetheater! Das Theatergebäude macht nicht nur von außen etwas her: 1783, im klassizistischen Stil erbaut, ist es eines der schönsten Gebäude der Prager Altstadt. Das Theater wurde weltweit bekannt, als Wolfgang Amadeus Mozart dort seine Oper Don Giovanni premierte. Noch heute kannst Du dir dieses und weitere Stücke anhören. Tickets werden an der Kasse von 10-20 Uhr verkauft.

Eine Besichtigung ohne Ticket für eine Aufführung ist nur in organisierten Gruppen möglich.

6. Clementinum

Das Clementinum ist nach der Prager Burg der zweitgrößte Gebäudekomplex der Stadt. Seit nun mehr als 200 Jahren ist es das Zentrum für Bildung und Kultur. Auch die tschechische Nationalbibliothek befindet sich dort. Direkt an der Karlsbrücke gelegen, würdigen viele Besuchers das Gebäude nur kurz.

 

Kleinseite

7. John Lennon Mauer

Die John Lennon Mauer gehört zu meinen Lieblingsplätzen in Prag. Etwas abseits, in einer Seitenstraße gelegen, befindet sich eine gut dreißig Meter lange Wand. Bunt ist sie, und wie. Es gibt keinen einzigen weißen Flecken, alles ist voll mit Streetart. Um zu verstehen, warum es in Prag eine Mauer zum Gedenken an John Lennon gibt, müssen wir tiefer in die Geschichte eintauchen. Denn John Lennons Musik war im kommunistischen Tschechien verboten. Die Jugend leistete Widerstand und hörte seine Musik trotzdem. Nachdem John Lennon erschossen wurde, sprayte ein Unbekannter eines Nachts ein Peacesymbol und das Portrait von John Lennon an genau diese Wand. In den Nächten darauf folgten viele weitere solcher Graffitis. Die Stadt übermalte die Mauer mehrfach, doch irgendwann sah sie ein, dass man der Jugend diese Wand lassen sollte. Und so sammeln sich auch heute noch etliche Zeichen, Sprüche und Portraits von Tschechiens Popstar.

Die Wand eignet sich perfekt für einen Fotostopp… hat schon was, diese vielen Farben! Angesichts der Tatsache, dass die Mauer so versteckt liegt, ist die Mauer verhältnismäßig wenig besucht. Sehr angenehm!

Prag-Reisetipps-John-Lennon-Mauer

Gut aufgepasst: Hier ist auch mein Header-Bild entstanden, dass überall auf meinem Blog zu finden ist!

8. St. Nikolaus Kirche

Diese Kirche aus dem 18. Jahrhundert wird dir schon von weitem ins Auge stechen: die wunderschöne Kuppel und der Uhrturm daneben ist einfach was für’s Auge. Doch die Kirche macht nicht nur von außen was her! Für umgerechnet 2,70€ kannst Du auch das Innere der großen Kuppel sehen.

9. Goldenes Gässchen

Dieses Gässchen setzt sich aus kleinen bunten Häusern zusammen. Diese einfachen Behausungen wurden bis zum Ende des zweiten Weltkriegs bewohnt. Auch Franz Kafka gefiel es hier: Er wohnte 1916-17 im Haus Nummer 22. Auch wenn das Goldene Gässchen ziemlich touristisch ist, lohnt sich ein Besuch. Der Eintritt ist im Ticketpreis der Prager Burg enthalten.

Tipp: Ab 17 Uhr ist der Eintritt kostenfrei!

10. Prager Burg

Die Prager Burg thront über der gesamten Stadt. Kein Wunder, dass sie neben der astronomischen Uhr und der Karlsbrücke das Wahrzeichen der Stadt ist!  Gegründet im 9. Jahrhundert wurde sie zum ständigen Sitz der tschechischen Herrscher und zuletzt auch der Präsidenten.

Tickets für die riesengroße Anlage sind nicht billig, es gibt diverse Rundgänge zu unterschiedlichen Preisen. Genauere Informationen findest Du auf der Seite von Prague.eu.

Vom Wallgraben der Prager Burg hast Du ein wunderschönes Panorama über die ganze Stadt. Entdeckst Du die St. Nikolaus Kirche?

11. Veitsdom

600 Jahre lang wurde an diesem Bauwerk gearbeitet, erst Ende der 1920er-Jahre wurde es fertiggestellt. Der Veitsdom ist das geistige Symbol des Landes und zugleich das größte Kirchengebäude Tschechiens. Der Anblick von unten ist gigantisch, man fühlt sich wie eine Ameise. Unbedingt hin da! Der Eintritt ist kostenlos.

12. Petřín

Den Petřín darf man sich nicht als Berg vorstellen. Vielmehr ist er ein Hügel, aber trotzdem hoch genug, um heraus zu stechen. Mit der Standseilbahn gelangst Du nach oben. Kaum angekommen, wirst Du die Ruhe spüren. Lege dich hier ein paar Minuten ins Gras, entspanne dich und genieße das Panorama. Hier findest Du außer ein paar hübschen Garten, schönen Spazierwegen (ein Paradies für Hunde!) noch ein Planetarium und einen Aussichtsturm (mehr dazu weiter unten).

13. Tanzendes Haus

Das Tanzende Haus muss man einfach gesehen haben. Es liegt etwas außerhalb, ist aber doch recht schnell von der Altstadt erreicht. Die paar Meter an der Promenade lohnen sich! So etwas habe ich noch nicht gesehen: Ein Glaskörper, der sich an eine Steinfassade schmiegt. Fast sieht es so aus, als würden die beiden tanzen! Ein Tanzpaar war damals tatsächlich auch die Inspirationsquelle von Vlado Milunić und Frank O. Gehry, den beiden Architekten. Im Haus selbst ist eine Bar mit Aussichtsterrasse untergebracht. Weil ich das Haus für nicht allzu hoch gehalten habe und schon ausreichend Aussichtspunkte besucht habe, ließen wir einen Besuch in der Bar aber sein.

Tourvorschlag

Wenn Du nicht unbegrenzt Zeit hast, solltest Du schon einen groben Plan haben, wo’s hingehen soll. Sprich: Ein Stadtrundgang muss her! Und weil die aus dem Reiseführer jeder kennt, findest Du eine meiner Touren durch die Stadt. Dies ist die abgespeckte Version. Mehr Infos zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten findest Du weiter oben im Artikel. (Hast Du ja hoffentlich schon gelesen, wa?! 😉 )

Warum dies ein Stadtrundgang durch die weniger touristische Kleinseite ist, lässt sich schnell erklären: Das Zauberwort nennt sich „Aussichtspunkte“. Davon gibt es in Prag nämlich unfassbar viele und wer wirklich keinen ungewollten Touristen auf dem Bild haben möchte, der hat nur von oben eine Chance darauf. Weniger überlaufen, entspannter und trotzdem nicht weniger schön: Die Kleinseite hat mir eindeutig besser gefallen als die Altstadt!

Der Spaziergang ist etwa 7,9km lang, weshalb Du ruhig einen ganzen Tag dafür einplanen kannst. Angenehm ist aber, dass es die meiste Zeit bergab geht. Gut zu Fuß solltest Du trotzdem sein.

 

 

Das Coole an dem Rundgang: Du startest gleich mit einem Highlight und Insidertipp: Dem Letná-Park. Wenn Du mit den Öffis in den Tag startest, steuere am Besten die Stationen Korunovační oder Sparta an. Beide ereichst Du mit den Tram-Linien 1, 2, 12, 25, 26, 41, 91, 96.

Durch den Park (Route egal, auf der Karte nur skizziert!) weg von der großen Straße gelangst Du zu einer großen Aussichtsplattform: Hier befindet sich das „Metronom“, der Puls der Stadt. Elektrisch betrieben, pendelt es hier – auf einer der höchsten Erhebungen der Stadt mit entsprechender Aussicht über die Prager Brücken, die Altstadt und auch die Kleinseite. Hier lassen sich tolle Fotos machen.

Tipp: Früh aufstehen lohnt sich! Morgens treffen sich hier die Skater. Supercool!

Letná-Park: Ruhig, hundefreundlich und mit dieser Aussicht… Das nenne ich mal einen gelungenen Morgenspaziergang!

Nächster Anhaltspunkt für dich ist die große Straße mit dem wunderschönen Namen Mariánské hradby, die mich ein wenig an meinen eigenen Namen erinnert. Ihr folgst Du rund 800 Meter, bis Du an der Tram-Station Pražský hrad links in die U Prašného mostu abbiegen kannst. Folge der Straße und Du wirst dich mitten in der Prager Burg wiederfinden. Von hier ist der Weg erst einmal selbsterklärend: Laufe durch den Hof, am Veitsdom vorbei und weiter bis zum Goldenen Gässchen – Touri-Programm! 😉

Vom Wallgraben hast Du erneut einen wunderschönen Blick, bevor es dann die Treppen runter in die Altstadt geht. (Die Straße heißt Thunosvká.) Alternativ kannst Du auch einen kleinen Schlenker machen und erst die nächste Straße nehmen. Auf dem Weg erwarten dich nicht nur viele Restaurants und Trdelnik-Buden auf der Nerudova-Straße, sondern auch eine wunderschöne Sandsteinwand und -ein weiteres Mal- atemberaubende Blicke über die Altstadt.

Egal für welche der beiden Straßen Du dich entscheidest, beide enden am großen Platz der St. Nikolaus Kirche. Der Eintritt kostet 70Kč, umgerechnet etwa 2,7€.

Wem die Füße noch nicht qualmen, dem empfehle ich einen Spaziergang zur Mánes-Brücke. Die wenigsten Touristen schenken ihr Beachtung, und das, obwohl man von hier einen großartigen Blick auf die Karlsbrücke hat. Wenn Du nicht dieselbe Strecke zurückgehen möchtest, halte dich links am Ufer. Auf deiner linken Seite befindet sich das Kafka-Museum, für das bei unserem Besuch leider keine Zeit war. Über eine Seitenstraße gelangst Du schließlich wieder an den St. Nikolaus Platz. Den kannst Du im Übrigen gar nicht verfehlen, die gigantische Kuppel und der hübsche Turm direkt daneben weisen dir stets den Weg.

Zu nächsten Highlight, der John Lennon Wall, gelangst Du entweder über die Lázeňská oder die Prokopská. Wenn Du in einer der beiden Seitenstraßen steht, hört mal genau hin… Krass eigentlich, wie still es hier ist. Aber keine Sorge, das ist der richtige Weg! Direkt links hinter dem hübschen Gebäude mit der Nummer 485 befindet sich die John Lennon Wall.

Nach einem kurzen Fotostopp geht es auch schon weiter: laufe über die schmale Brücke (die Brücke ist so schmal, dass Du sie fast nicht bemerken wirst!). Zu deiner Linken siehst Du den John Lennon Pub. Hier geht es auch weiter zur Karlsbrücke. Du biegst aber rechts ab und folgst ein paar wenigen Häusern, bis Du im Kampa Park stehst. Schlendere hier ein wenig, genieße die Ruhe und den Blick auf das gegenüberliegende Ufer.

Über eine der vielen Brücken rechts (nochmal: Die sind sehr unscheinbar!) gelangst Du wieder ans „Festland“. Das nächste Ziel ist die Standseilbahn Újezd. Hier kannst Du dir für 24Kč (ca. 97 Cent) ein Ticket kaufen. Alternativ kannst Du auch zu Fuß auf den Petřín-Berg gehen. Egal wie Du hoch kommst, fahre/laufe bitte bis ganz nach oben! Die Standseilbahn hält etwa auf der Hälfte ein mal: Dort nicht aussteigen!

Hinweis: Die Stadtseilbahn ist Teil des ÖPNVs in Prag und deshalb kannst Du auch mit einer Tageskarte des ÖPNVs fahren.

Vom Petřín-Berg hast Du eine spektakuläre Aussicht über die Altstadt Prags, die nur noch vom gleichnamigen Aussichtsturm getoppt werden kann. Der Eintritt für den 63,5 Meter hohen Turm ist mit 150 Kč (umgerechnet etwa 5,80€) recht teuer für Prager Verhältnisse.

Lass es hier oben nun langsam angehen: Schlendere durch die hübschen Anlagen, lege dich ins Gras und entspanne dich ein wenig vom stressigen Stadtleben.

Wegweiser führen dich durch den Park. Folge einfach den „Pražský hrad“-Schildern (=Prager Burg) und Du landest am Kloster Strahovský. Hier endet der Stadtspaziergang. Du kannst nun entweder links abbiegen und von der Station Malovanka (Linien 22, 23, 25 und 97) abfahren oder dich rechts halten. Du gelangst auf einen großen Platz, von dem eine Straße gerade aus erneut in die Altstadt führt. Keine Lust mehr? Kein Problem! Auch hier befindet sich eine Metrostation, von der die Linien 22 und 23 fahren. Sie heißt Pohořelec.

Nice to know: FunFacts über Prag

#1 John Lennon war in seinem Leben nie in Prag!

#2 Die Prager Burg ist die weltgrößte – ich wiederhole: weltgrößte! – Burganlage.

#3 Die astronomische Uhr wurde kopiert! In Seoul, Südkorea befindet sich eine Replika des tschechischen Originals.

#4 In Prag findest Du die weltweit engste Straße! DieU Luzickeho seminare ist nicht einmal 50cm breit . Und genau deshalb hat sie sogar eine eigene Ampel, um Zusammenstöße zu vermeiden! Du findest sie ganz in der Nähe des Kafka-Museums. Achtung, nicht übersehen!

Essen gehen in Prag

„Kulinarische Tipps für Prag?“, fragte ich meine Community auf Instagram. „Trdelnik! Trdelnik!“ Und ich nur so: Hä? Wie bitte?

Irgendwie scheint dieser Trend an mir vorbeigegangen zu sein. Jedenfalls hatte ich von diesem Teil mit unausprechlichem Namen noch nie gehört. Doch Prag ist voll damit! Überall kleine Buden und Stände, die die beliebten Teile verkaufen. Es gibt sie in allen möglichen Varianten: Mit Beeren, Eis, Schokolade und sogar als „Teufel“ mit roten Hörnern und schwarzem Teig.

Der Geschmack ist schwer zu beschreiben. Fakt ist: Es ist nicht so süß wie es aussieht und egal, für welche Variation Du dich entscheidest… diese Teigding ist superlecker!!

 

Ansonsten kann ich dir leider nur einen Restauranttipp geben, weil ich nur Restaurants empfehle, die ich auch selbst besucht habe. Und weil wir uns fast ausschließlich selbst bekocht haben, fällt meine Empfehlungsliste diesmal etwas kürzer aus. Allerdings bin ich mir sicher, dass es genügend gute Restaurants gibt. Es gelten die Grundregeln: Nicht so nah an den Hauptsehenswürdigkeiten und vorher mal bei TripAdvisor die Bewertungen durchlesen. Dann kann (fast) nichts schief gehen!

Ich kann einen Italiener mit hervorragenden Pizzen und einer netten Terrasse abseits der lauten Straße empfehlen: Pizzeria U zeleného krále in der Nerudova 238.

Anreise

So, alles schön und gut. Nun weißt Du echt schon eine Menge über Prag. Und nun? Wie kommste hin?

  1. Flugzeug: Es gibt Direktflüge von Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Berlin und Köln. Auch von Zürich und Wien kannst Du direkt in die tschechische Hauptstadt fliegen. Wirklich günstig kommst Du allerdings nur von Düsseldorf und Köln weg, hier liegen die Flugpreise bei etwa 64€ bzw. 80€ (return).
  2. Zug: Ein echtes Schnäppchen können all die Dresdner unter euch machen. Schon für 14,90€ oneway fahrt ihr in zwei Stunden direkt nach Prag. Unschlagbar!
  3. Auto: Für viele aus Bayern und Baden Württemberg wohl die einzige Alternative… Die Flüge sind teuer, die Zugverbindungen mit Umsteigen in einen Bus in Nürnberg eher ungeschickt. Da empfiehlt sich dann doch das eigene Auto. Damit bleibt man nicht nur flexibel, man kann auch noch kleinere Ausflugsziele im Prager Umland ansteuern. Hauptader vom Süden Deutschlands nach Prag ist die A6, die nach der Grenze bei Roßhaupt D5 heißt. Aus dem Norden führen die A17 (D7) und die B174 (D8), aus dem Süden die D3 in die Goldene Stadt.

Bitte beachte bei der Anreise mit deinem eigenen Auto, dass deine Unterkunft über einen (überwachten) Parkplatz verfügt.

Mobil vor Ort: Die öffentlichen Verkehrsmittel

Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt nur wenige Ticketautomaten und Du solltest immer einen kleinen Vorrat bei einem Kiosk kaufen.

Die gute Nachricht: Der ÖPNV in Prag ist nicht nur schnell und praktisch, sondern auch recht gut ausgebaut und günstig.

Es gibt drei Metrolinien in der Stadt:

A – grün (Nemocnice Motol – Depo Hostivař),

B – gelb (Zličín – Černý Most),

C – rot (Letňany – Háje).

Den aktuellen Metroplan kannst Du dir hier downloaden.

Mit den Trams wirst Du wohl am Häufigsten fahren. Es gibt moderne und weniger moderne, beide haben ihre Vorteile. Achte bei deiner Hotelauswahl unbedingt darauf, dass eine Haltestelle in der Nähe ist. So gelangst Du schnell und günstig ins Stadtzentrum.

Eine Übersicht mit allen Straßenbahnlinien kannst Du dir hier herunterladen.

Die Tickets kosten 30Kč für eine 90-minütige und 24Kč für eine 30-minütige Fahrt. Ein Tagesticket gibt es für 110Kč, das sind umgerechnet etwa 4,5€. Tickets müssen vor der Fahrt gelöst und in der Bahn entwertet werden.

Tipp: Länger in Prag? Dann hol dir doch eine Monatskarte für 550Kč (etwa 20€) – die lohnt sich nämlich schon ab dem fünften Tag!

Budget: So tief musst Du in die Tasche greifen

Es gibt sicherlich teurere Städte als Prag. Wenn Du darauf achtest, nicht ausschließlich in den Touri-Restaurants zu essen und dich hin und wieder auch mal selbst versorgst, kannst Du mit wenig Geld auskommen. Hier siehst Du unsere Ausgaben für drei Tage in Prag:


Anreise: 450km mit dem eigenen Auto, hin und zurück etwa 120€

Unterkunft: Wohnung inkl Parkplatz in Tiefgarage, gefunden auf AirBnB* , 3 Nächte für 230€

Verpflegung: Größtenteils Selbstversorgung, dafür Großeinkauf bei LIDL gemacht 😉 – 4x Frühstück, 3x Abendessen sowie Getränke und Snacks für 24,80€ (!)

ÖPNV: 4×2 Tickets für Erwachsene, Hund fährt kostenlos, Ticket für Zahnradbahn auf den Petřín (oneway) für umgerechnet 9,80€

Eintrittsgelder: Keine!

______TOTAL: 384, 60€_______


Dies entspricht einem Tagesetat von rund 64€ pro Person.

*Wir haben weitaus weniger ausgegeben, da wir einen Gutschein bei AirBnB über 100€ hatten und uns so die Unterkunft nur 130€ kostete. Das war ein echtes Schnäppchen! Aber auch ohne Gutschein sind 64€ pro Tag und Person in einer Großstadt ziemlich gut.

Tipps zum Sparen in Prag

#1: Tanke in Tschechien

Der Sprit in Tschechien ist zwar nicht supergünstig, aber trotzdem um einiges billiger als in Deutschland. Einen Liter Super bekommst Du für 31.36 Kč (=1,22). Achtung: Vermeide die Tankstellen direkt an der Grenze und behalte im Hinterkopf, dass Super in Tschechien Natural 95 heißt.

#2: Supermärkte sind dein Freund

Wie Du in unserer Hochrechnung oben sicher schon gesehen hast: Einkaufen bei Discountern lohnt sich! Nach unserer Anreise ging der erste Weg gleich zum LIDL (Penny und Kaufland findest Du in Prag übrigens auch). Hier kannst Du für sehr wenig Geld viel Essen kaufen. So haben wir drei Abendessen (Spargel, Spaghetti Bolognese, Nudeln mit Lachs) und ein großes Toastbrot + Belag gekauft. Mama hat noch einen Wein und ich eine Sprite bekommen – fertig!

#3: Bring Kleinigkeiten mit

Gerade wenn Du mit dem Auto anreist, solltest Du an Kleinigkeiten wie zum Beispiel Sonnencreme, Nutella oder Müsli denken. Falls Du eine Wohnung beziehst, frage im Vorfeld, ob die Küche eine „Grundausstattung“ (Sprich: Öl, Butter, Gewürze) hat, ansonsten bring deine eigenen Sachen mit!

#4: Überlege zweimal, ob Du wirklich ein Tagesticket brauchst

Das Tagesticket ist ja immer eine gute Option. Für uns hat sich das in Prag aber nicht gelohnt: Morgens eine Fahrt in die Stadt, abends eine wieder heraus. Die Stadt ist super zu Fuß zu erkunden und Du fährst nur sehr selten mehr als drei Mal am Tag. Ein Tagesticket lohnt sich jedoch erst ab der vierten Fahrt. Überlege also schon morgens, wie oft Du heute fahren möchtest und entscheide dann, ob Du wirklich ein Tagesticket brauchst oder drei Einzelfahrten die bessere Wahl sind.

2 Kommentare

  1. Grau sigrid
    9. Juni 2018 / 13:21

    Hallo Marian!
    Gerade Deinen Bericht gelesen. Wie immer sehr ausführlich und aufschlußreich. Mir war es, als wäre ich selbst dabei gewesen.

  2. Manuela GrauMC
    10. Juni 2018 / 09:18

    Wunderbarer Reisebericht – mal eben gab locker und ein wenig anders geschrieben als die normalen Reiseberichte!
    Prima ….

    Liebe Grüsse

    Manu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*