Nun sitze ich schon nach dem zweiten Tag hier in Rio im Hotel. Aber ich kann immer noch nicht genau sagen, wie mir die Stadt gefällt. Ich kann nicht mal konkret sagen, was mir (nicht) gefällt.

Als wir uns gestern Nachmittag die Stadt und vor allem die berühmt berüchtigte Copacabana ein wenig genauer angeschaut haben, waren wir schon ein wenig enttäuscht. Man hat immer diese ganz bestimmten Bilder im Kopf, wenn man „Rio“ hört: Samba, Musik, grüne Landschaft und über all dem thront die Christusstatue. Nun ja, ganz so majestätisch ist es nicht.

Die Copacabana ist zwar groß und breit, aber doch recht nach an der Straße, die Menschen sind lange nicht so, wie man sie erwartet und Musik läuft auch nirgendwo. Noch dazu ist der Strand überfüllt mit Hotelbunkern, die sich kilometerlang aneinanderreihen und mit ihrer Höhe dafür sorgen, dass die Sonne schon um 16 Uhr nicht mehr am Strand zu sehen ist. Copacabana ist also wirklich ein Reinfall für uns gewesen.

Das Verwunderliche? Ich bin ja nicht nur auf Instagram oder Facebook unterwegs. Meine Freunde und Verwandte bekommen von mir natürlich auch eine Menge Bilder zugeschickt. Und alle sind mindestens doppelt so begeistert von der Stadt auf den Bildern als ich. Jeder findet die Bilder ach so schön und die Copacabana so wundervoll. Je mehr Menschen mir das sagen, desto schöner finde ich die Bilder mittlerweile auch. Seltsam, ich weiß.

Ich möchte in diesen Tagebucheinträgen immer noch nicht zu viele Bilder posten, damit die großen Beiträge noch spannend bleiben. Ich hoffe, Du verstehst das. Aber da das da oben jetzt alles so wahnsinnig Negativ geklungen hat, gibt´s hier mal ein paar Impressionen von gestern Abend. Wie gesagt, so schlecht sieht es auf den Bildern gar nicht aus, was?

Da isser, der Marian. An der enttäuschenden Copacabana, aber er sieht trotzdem glücklich aus! 😉
Die drei Urlauber 🙂
Siehst Du ihn?

Heute, am Montag, ist unser zweiter und zugleich auch letzter Tag hier in Rio gewesen, bevor es morgen weiter geht. Wir sind zur weltbekannten Christusstatue gefahren und waren auf dem Zuckerhut.

Und es hat mir gut gefallen! In der Stadt verteilen sich die Touristen anscheinend sehr gut, denn bis dato hatten wir nicht viele gesehen. Doch am Zuckerhut und bei der Chistusstatue waren sie! Und das gleich in Massen! Nun ja, aber so ist das eben oft, wenn man Großstädte besucht und da habe ich mich auch nicht mehr gewundert, als sich die Japaner dann auf den Boden gelegt haben, um das allerbeste Bild von der ganzen Statue zu bekommen.

Soll ich dir was sagen? Es gibt einen Punkt, da ist es ganz einfach, die ganze Statue drauf zu bekommen – ganz ohne Bodenputzen! 😉 Schau mal:

Auch ohne Japaner auf dem Boden schön anzusehen – Die Christusstatue in Rio de Janeiro

Auch der Zuckerhut war spitze. Allerdings waren die Touristen genauso schnell wie sie an der Statue gekommen sind auch wieder verschwunden und wir hatten die Spitze des Zuckerhutes quasi für uns allein. Ich habe eine halbe Stunde lang Bilder gemacht, die bleiben aber noch geheim, hihi. Keine Sorge, die haue ich schon noch irgendwann raus. 😉

Jetzt hast Du sicher all die Bilder gesehen und fragst dich:

„Was will der Typ da eigentlich ? Die Bilder sind der Hammer! Warum nörgelt der denn die ganze Zeit?“

Ich würde sehr gerne einen ganzen Beitrag über meine Position zu Rio schreiben, allerdings brauche ich dafür meine Ruhe und eine Menge Zeit. Die habe ich auf Reisen weniger. Für Südamerika habe ich mir folgendes System ausgedacht:

-Ich bemühe mich, jeden Tag einen Tagebucheintrag zu schreiben

-die großen, aufwändigen Beiträge kommen nach der Reise und zwar nicht in irgendeiner Reihenfolge sondern reise ich unsere Route quasi noch einmal hinterher.

Das war nun also Rio. Ich freue mich sehr darauf, morgen, also am 7.Juni, nach Iguassu zu fliegen. „Iguassu, Iguassu“ – sagt dir nichts? Macht nichts, dafür hast Du ja mich! 😀

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Hi, ich bin´s Marian! Mit 14 Jahren Autor eines Blogs? Natürlich geht das! Als ich zwölf Jahre alt war, ergriff mich plötzlich das Reisefieber: Ich schnappte mir meine Mutter und den Rucksack und flog nach Kambodscha, Seitdem liebe ich Asien, Großstädte und das Fliegen selber mehr wie alles andere. Bleib doch noch ein wenig und entdecke mit mir die Welt!

5 Kommentare

  1. Ja – Mein Schatz ich kann schon verstehen was du meinst: man hat eine gewisse Erwartung von einem Land oder einem Ort und dann ist es doch ein wenig anders als man denkt 🙂
    Aber wie du schon schreibst zum Schluss bleibt nur die schöne Erinnerung – wieso oft im Leben

    Ich liebe dich
    deine Mama

  2. Hallo Ihr Lieben!
    Viele Grüße aus dem verregneten Germany. Freue mich, daß es Euch( Dir ) trotz anderer Vorstellungen, die man manchmal hat, gefällt. Weiterhin alles Gute und einen guten Flug.
    Deine Oma. 😘

  3. Auch schlechte oder nicht ganz so gute Erfahrungen sind Erfahrungen. Und vermutlich hast du einfach schon sehr viele Vergleichsmöglichkeiten, so dass dich die Copacabana gar nicht mehr so sehr umhauen kann.

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